Colocation oder "Work Everywhere": Ist es Zeit für eine Überdenken Agiler Dogmen?

Thema: Visionärs-Track

Zielgruppe: Fortgeschritten

Abstract:
Wenn man sich die aktuellen Diskussionen rund um „New Work“ und Agilität anhört stellt man schnell fest, dass es zu der Frage wo Arbeit denn stattfinden soll, sehr unterschiedliche und teils mit religiösem Eifer verteidigte Positionen gibt. Auf der einen Seite erklären die Vertreter der klassischen Agilen Methoden – allen voran Scrum – Colocation, also das enge räumlich gemeinsame Arbeiten, zum Dogma. Nur so könne Information innerhalb des Teams jederzeit frei Fließen und das Team wirklich als Einheit die Verantwortung für das Product Increment übernehmen. Verteiltes Arbeiten wird als Impediment gesehen, das man maximal unter bestimmten Umständen zähneknirschend akzeptieren muss. Auf der anderen Seite gibt laute Stimmen in der „New Work“ Bewegung, die stärker vom arbeitenden Menschen aus denken, die zunehmend „Work Anywhere“ zum einzig glücklich machenden Standard zu erheben. Nur so könnten Menschen ihr persönliches Lebensmodell mit Arbeit wirklich in Balance bringen, sie von lebenszeitverschwendendem Pendeln erlöst werden und jedem Mitarbeiter, die für sie oder ihn idealen Arbeitsbedingungen geschafft werden. Beide Argumentationen klingen überzeugend. Was ist der richtige Weg? Im Rahmen dieses Vortrags: - beleuchte ich Vor und Nachteile der beiden Vorgehensmodelle - diskutiere ich an Beispielen wie sich sowohl verteiltes Arbeiten als auch Colocation in der Praxis vom Idealbild unterscheiden - arbeite ich heraus wo sich Spannungsfelder und Kompromissbereiche befinden - zeige ich auf welche „Mischformen“ weder für Teammitglieder noch für das Unternehmen gut sind und warum diese dennoch ziemlich populär sind - komme ich zu einem persönlichen Fazit, mit welchem Ansatz ich glaube, dass sowohl Mensch als auch Unternehmen am meisten gedient ist.

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Referent: Simon Klaiber
Klaiber IT-Consulting
Vita